Der Alpenreport

Venezuela
für Weleda

2010 reiste ich für Weleda nach Venezuela. Ich begleitete eine Wildernte Sabadilla im Hinterland. Hier zeige ich die Bilder, die am Rande entstanden sind. Venezuela, damals noch von Hugo Chavez geführt, hat mich eher negativ beeindruckt. Der ausgeprägte Super-Machismo omnipräsent. Kriminalität als Potenzgehabe. Das Benzin billiger als Bier, so daß die Luft nicht zu atmen war. Erst oben in den Bergen, wo die gesuchte Pflanze wuchs, war die Athmosphäre, wie auch die Menschen erträglich, wenn auch immer noch bedrückend.

Sandelholzduft aus Sri Lanka
für Weleda in Sri Lanka

…..Auf einer verwilderten einstigen Teeplantage in 1300 Metern Höhe arbeitet sich eine Gruppe von 15 Bauern und Bäuerinnen aus dem nahen Dorf langsam die steilen Hänge hoch. Sie schaffen Platz für die Auspflanzung von Sandelholzsetzlingen und legen im gleichen Arbeitsgang tausende Teesträucher frei – einige von ihnen über 100 Jahre alt. Aber auch Sandelholzbäumchen kommen zum Vorschein, die einen kaum einen Meter hoch, andere bereits stattliche fünf Meter aufragend und gut zehn Jahre alt. Für den Agraringenieur Rajiv Kulatungam ist es eine Freude, den Familienbesitz zusammen mit Weleda und dem Destillenbesitzer Kumar Devi aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Nachdem früher vier Generationen lang Teepflücker hier gearbeitet haben, steht jetzt ein Aufforstungsprojekt für Sandelholz im Vordergrund.
«Wir wollen mit diesem Aufforstungsprojekt ein langfristiges Engagement zur Sicherung der transparenten Versorgung mit Sandelholzöl eingehen und damit soziale und ökologische Anliegen verbinden,» erklärt Bas Schneiders von Weleda. Die rund 500 natürlich gewachsenen Sandelholzbäume auf der 40-Hektar-Farm werden nach und nach geerntet. Gleichzeitig werden jährlich 250 Bäume pro Hektar gepflanzt und man erreicht einen nachhaltigen Erntemodus. Zusätzlich, so Rajiv Kulatungam gelassen, garantieren die alten, extensiv genutzten Teesträucher, die jetzt biozertifiziert sind, ein sicheres Grundeinkommen. Der Anbau von Gemüse und Zimtbäumen soll folgen, um mit Mischkulturen dem ökologischen Landbau in dieser tropischen Zone eine Zukunft zu schenken. Die Teesträucher bilden mit ihrem weit verzweigten Wurzelwerk einen natürlichen Erosionsschutz in diesen steilen Lagen, davon profitieren auch die Sandelholzsetzlinge. Weil der Preis für das kostbare natürliche Sandelholzöl hoch ist – ein Kilo kostet mehr als 1000 Euro, ist das Gelände eingezäunt und sehr gut geschützt…. (Text: Michael Leuenberger)

Macadamia für die Schönheit
für Weleda in Kenia

In Kenia liegen Tradition und Gegenwart ganz nah beeinander. Hier wachsen Macadamianüsse für Weleda. Macadamia – erst wenn diese härtesten aller Nussschalen geknackt sind, kommen runde, weiße Kerne zum Vorschein. Das daraus gewonnene Pflanzenöl ist ein exklusiver Wirkstoff in der Naturkosmetik. Ursprünglich stammt der Macadamiabaum aus Australien. Dort wußten schon die Ureinwohner, wie lecker und nahrhaft seine Früchte sind. Auch in der echten Naturkosmetik wird die Macadamia geschätzt- und zwar das Öl aus den Nüssen. Längst wächst der Macadamiabaum auch in anderen Ländern der Welt. Zum Beispiel in Kenia. Auf der Nando-Farm im Gebiet um den Mount Kenya gedeihen unter dem wachen Blick von Agraringenieur Jackson Mwura auch die Bio-Nüsse, aus denen wertvolles Pflanzenöl gewonnen wird. Ruhig und still ist es hier auf der Plantage unter den bis zu 15 Meter hohen Bäumen. Die Sonne blinzelt sanft zwischen den grünen Blättern hindurch. Mittendrin und mit beiden Beinen fest auf der rötlichen Erde steht Jackson Mwura. Der Agraringenieur kennt sich aus mit Macadamia und erzählt lächelnd von der härtesten Nuss der Welt: “ Der Macadamiabaum trägt das ganze Jahr über Früchte in verschiedenen Wachstumsstadien. Gleichzeitig hängen in bestimmten Jahreszeiten auch die blassrosafarbenen Blüten an den Zweigen.“ Er zieht einen Ast mit einer Dolde vorsichtig heran. Sie duftet sehr fein. Direkt daneben hängt eine reife Nuss. Toll die Natur! (Text: Susanne Siebel, Auszug)

Granatapfelfreunde
für Weleda in Italien

….Pünktlich um halb acht haben die zum Betrieb gehörenden Arbeiter mit der Ernte begonnen. „Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend“, sagt Fredy Röthlisberger, der Trekkingschuhe und Dreitagebart trägt und dem sein toskanischer Garten vertraut scheint wie einem Stadtmenschen sein Küchenbalkon. Vor zwei Wochen haben die Zikaden ein Stück weiter oben in den Olivenhainen noch eifrig Konzerte gegeben. Dann aber, mit einem Schlag, war es still auf „Bellavista“. Außen zumindest. Fredy Röthlisberger selbst fühlt sich in dieser Übergangszeit, wenn der Sanddorn abgeerntet ist und bevor die Oliven gepresst werden, als ob er „auf Nadeln“ sitzt. Jeden Tag läuft er durch die Reihen, betrachtet seine Granatäpfel, dreht und wendet sie. Haben sie schon die volle Reife oder drohen sie gar, wenn jetzt noch eine kalte Nacht kommt, aufzuplatzen? Oder raubte man ihnen letzte, Kraft gebende Sonnenstrahlen, würde man sie jetzt schon pflücken? Manchmal müssen die Arbeiter alles andere stehen und liegen lassen, wenn es so weit ist. Auf Stunden kann es ankommen, sagt er. Und dass das Fruchtfleisch, das die nährstoffreichen Kerne wie schützend umhüllt, ein möglichst intensives Rot haben sollte – „rosa wäre zu früh“. Und dass aufgeplatzte Früchte sofort verarbeitet werden müssen, damit all die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben….(Textauszug: Elisabeth Hussendörfer)